Donnerstag, 26. Januar 2012

Inder aus 54 Ländern trafen sich in Jaipur

Foto: (c) pbdindia.org
(kjo) Auch in diesem Jahr fand er wieder statt: der "Pravasi Bharatiya Divas" (PBD, in etwa: "Auslands-Inder-Tag"), der von der indischen Regierung und seinem Ministerium für Angelegenheiten von Inderinnen und Indern im Ausland sowie der indischen Industrievereinigung CII initiierte Fest zu Ehren der indischen Diaspora.

Nachdem die Veranstaltung im vergangenen Jahr in Neu Delhi stattfand, führte die diesjährige Veranstaltung die etwa 2.000 Delegierten aus 54 Ländern vom 7.-9. Januar 2012 ins Birla Auditorium nach Jaipur, der Hauptstadt des nordwestindischen Bundesstaates Rajasthan.

Ehrengast war Kamla Persad Bissessar (s. Foto bei der Preisübergabe durch Indiens Präsidentin Patil), die indischstämmige Premierministerin des kleinen Karibikstaates Trinidad und Tobago, in dem Indischstämmige fast 40% der Bevölkerung ausmachen.

Offiziell eröffnet am achten Januar durch den indischen Premierminister Dr. Manmohan Singh bot der PBD 2012, der zehnte seiner Art, unter dem Motto "Global Indian-Inclusive Growth" zahlreiche Vorträge und Seminare von einflussreichen Persönlichkeiten aus Politik und Kultur.

Zentrales Thema war wieder der Beitrag, den die indische Diaspora zum Aufbau und zur Entwicklung der indischen Wirtschaft und Infrastruktur leisten kann und leistet. Daneben wurde das Programm aber auch durch kulturelle Schmankerl aus dem Gastgeberstaat aufgelockert.

Der Pravasi Bharatiya Samman ("Auslandsinder-Preis") wurde am folgenden Tag verliehen. Präsidentin Prathiba Patil hielt die Laudatio auf die 15 Preisträger aus allen Teilen der Welt, die sich um herausragende Leistungen in den Beziehungen zwischen ihren Ländern und Indien, bzw. um das Ansehen Indiens in Übersee verdient gemacht hatten.

Der Preis kann an im Ausland lebende indische Staatsbürger (Non Residental Indians, NRI) sowie indischstämmige Personen (Persons of Indian Origin, PIO) sowie deren Organisationen oder Institutionen verliehen werden.

Unter den diesjährigen Preisträgern befindet sich auch Prof. Dr. Victor Shahed Smetacek (Foto) vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung. Somit ging der Preis während seiner zehnjährigen Geschichte bisher drei Mal an Inder aus Deutschland: 2005 an den Poeten und Philosophen Prof. Dr. Alokerajan Dasgupta, sowie 2007 an Sibabrata Roy, Präsident der Deutsch-Indischen Gesellschaft in Hamburg.

Prof. Victor Smetacek durfte sich 2012
über einen Pravasi Bharatiya Samman freuen.
Foto: (c) Informationsdienst Wissenschaft

Die Preisträger 2012:

Kamla Persad (Trinidad und Tobago)
PV Radhakrishna Pillai (Bahrain)
Sachchidanand Sahai (Kambodscha)
Deepak Naraindas Shivdasani (Elfenbeinküste)
Victor Shahed Smetacek (Deutschland)
Indorama Corporation, Prakash Lohia
Jose Paryanken (Mosambik)
Kiran Naveenchandra Asher (Oman)
Hassan Abdul Karim Chougule (Katar)
SR Nathan (Singapur)
Khorshed Noshir Ginwala Rustamji (Südafrika)
Rajesh Kumar Saraiya (Ukraine)
Surendra Kumar Kaushik (USA)
Kalplalatha Kummamuri Guntupalli (USA)

Der Pravasi Bharatiya Divas findet seit 2003 jedes Jahr im Andenken an die Rückkehr Gandhis aus Südafrika nach Indien zwischen dem siebten und neunten Januar statt.

Quellen:

http://www.pravasitoday.com/
http://www.pbdindia.org/